| Heute: | 65 |
| Gesamt: | 183730 |
| Pro B: Den Sieg in den Schlusssekunden festgehalten |
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| Sonntag, 13. Januar 2013 um 19:59 Uhr |
Dank einer geschlossenen Mannschafts-Leistung fahren die Sixers in Hannover zwei Punke ein. Mit einem furiosen ersten Viertel geben die Sandersdorfer einen Fingerzeig über die Stärke des Teams ab. Neuzugang McNeil überzeugte in seinem Debüt. „Ausschlaggebend war, dass wir heute eine Mannschaft auf dem Feld gesehen haben“, fasste Tino Stumpf noch sichtlich bewegt das Spiel gegen die UBC Tigers Hannover zusammen. „Gegen einen Gegner, den ich als sehr gut einschätze, war heute jeder von uns bereit ein bisschen abzugeben, sich hinten anzustellen und als Team aufzutreten“, erklärte er. Wenige Minuten vorher konnten die BSW Sixers in einer hoch emotionalen Partie nach vorher fünf Niederlagen endlich wieder einen Erfolg verbuchen. Und dann auch noch auswärts – bisher die große Schwäche der Sandersdorfer in dieser Saison. Doch was war das für ein Spiel, das die Jungs von Trainer Stumpf im Hexenkessel der Universitätssporthalle in Hannover aufs Parkett gelegt haben. In den ersten Spielminuten sahen die mitgereisten Sixers-Fans noch eine Mannschaft, die sich schwer tat, gegen die Hausherren ins Spiel zu finden. Mit 10:4 führten die Niedersachsen nach drei Spielminuten und da die Sandersdorfer schnell ihre ersten Fouls bekamen, fühlte man sich an die bisherigen Auswärts-Spiele erinnert. Aber – und das blieb die große Stärke – das Team hatte auf alles an diesem Samstagabend eine Antwort. Frieder Diestelhorst verkürzte mit einem Dreier auf 10:7. Tom Lipke, der in den ersten Minuten enorm druckvoll agierte und zehn Punkte erzielte, schloss anschließend nach einem Rebound und feinem Assist von Jeremie Simmons mit einem Fast-break ab. Innerhalb von einer Minute brachten die Sandersdorfer zehn Punkte im Korb der Tigers unter und konnten sich absetzen. In den folgenden Minuten spielte sich das Team regelrecht in einen Rausch und zerlegte die Verteidigung der Hannoveraner mit einem 2:23-Lauf. Auch Sixers-Neuzugang Japhet McNeil fügte sich nach seiner Einwechslung nahtlos mit einem Steal und einem Assist in die schnelle Partie ein. Erst durch die Umstellung auf eine Zonen-Verteidigung am Ende des ersten Viertels gelang es dem Gastgeber, das Spiel gegen die Sachsen-Anhalter wieder ausgeglichen zu gestalten. Begünstigt vom fehlenden Wurfglück der Sandersdorfer drehte Hannover mit einem 13:2-Lauf den Spieß um. „Unser Beginn war beeindruckend. Wir haben in den ersten Minuten die Ruhe behalten, ihre Mann-Mann-Verteidigung gut attackiert und dann die Führung rausgeholt. Gegen die Zone haben wir uns dann etwas schwer getan“, sah Tino Stumpf die erste Halbzeit. Das dritte Viertel setzte sich wie das Zweite fort. In der Defensive spielten die Sandersdorfer gut, zwangen die Gastgeber bis zum dritten Viertel zu 17 Ballverlusten. In der Offensive fanden sie mit schnellem Passspiel immer wieder den freien Mann, konnten aber von außen zu selten die Würfe verwandeln. Zudem legte Tiger-Big Man Michael Olayinka Fakuade unter dem eigenen Korb ein kompromissloses Spiel hin. Dreizehn Sekunden vor Schluss glich Jeremie Simmons mit einem Dreier zum 61:61 aus. Die Dominanz der ersten Minuten hatten die Sixers verloren. Dafür hatte sich das Spiel für die Zuschauer zu einer hochspannenden und schnellen Partie entwickelt.
Autor: Tino Gerbert |