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BSW - Sixers
Pro B: Adrenalinstoß mit Happy End – Sixers gewinnen gegen Herten PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 27. Januar 2013 um 16:52 Uhr
Große Freude nach dem Abpfiff. Foto: René FoxSixers-Forward Frieder Diestelhorst sorgt mit seinem Korb in der Schlusssekunde für den Erfolg der Sixers gegen den Tabellendritten aus Herten. Simmons und Ahnsehl müssen in der Schlussminute verletzt raus.

Die Ausgangslage für die Zuschauer, die am Samstagabend in der Sandersdorfer Ballsporthalle ein spannendes Spiel erwarteten, war vielversprechend. Auf der einen Seite der Tabellendritte aus Herten. Immerhin die offensivstärkte Mannschaft der Liga. Auf der anderen Seite die BSW Sixers, die an diesem Abend wegen Krankheit auf Center Daniel Stawowski verzichten mussten und die die Nervenstärke und Leidensfähigkeit ihrer Fans schon mehrfach in dieser Saison getestet haben – im positiven wie im negativen Sinne.

Damit es auch wirklich spannend wird an diesem Abend, hat das Team von Sixers-Headcoach Tino Stumpf der Saison eine weitere – so bisher noch nicht gesehene - Episode hinzugefügt.

In den Anfangsminuten des Spiels begannen beide Mannschaften nervös. Erst mit der sechsten Aktion des Spiels fielen die ersten Punkte: Hertens Tim Schönborn versenkte nach 90 Sekunden seinen Wurf von der Dreierlinie. Erst eine Minute später erzielte Sixers-Center Nate Gerwig nach einem Rebound die Punkte eins und zwei für sich und die Basketballgemeinschaft. Beide Mannschaften legten schon zu diesem frühen Zeitpunkt ein hohes Tempo an den Tag. Hertens Power Forward William Taylor sorgte mit seinen drei Körben dafür, dass sich die Gäste nach den ersten drei Minuten mit 2:9 absetzen konnten. Doch in den kommenden Minuten war es nicht Herten, das begann souverän seine Stärken auszuspielen, sondern die Sandersdorfer um Kapitän Sascha Ahnsehl erhöhten nun die Intensität und präsentierten sich sowohl in der Offensive als auch in der Defensive wach und giftig. Den Alley oop von Sixers-Guard Japhet McNeil versenkte Forward Frieder Diestelhorst zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels mit einem Dunk und brachte so die Sandersdorfer 15:14 in Führung.

Zwei Punkte Vorsprung und die Aggressivität der letzten Minuten des ersten Viertels nahmen die Sandersdorfer mit in die zweite Hälfte der ersten Halbzeit. Jan Ramms zwei Punkte einen Wimpernschlag vor Ablauf der Wurfuhr erhöhten zu Beginn des Viertels auf 24:22 und mit einem 11:2-Lauf bauten die Gastgeber den Vorsprung aus. Als dann Sascha Ahnsehl nach einem langen Lob-Pass von Guard Matze Haut den Ball zum 30:24 im Korb der Gäste unterbrachte, stand die Halle erstmals an diesem Abend Kopf. Herten tat sich in dieser Phase schwer, sich offensiv durchzusetzen. Aufbauspieler Farid Sadek dirigierte das Spiel seines Teams zwar gut, doch die Defensive der Sandersdorfer Gastgeber erlaubte es dem Tabellendritten in den zweiten zehn Minuten des Spiels nicht, in die Zone und unter dem Korb zu einfachen Würfen zu kommen. Mit seinem Dreier zum 42:28 stellte Jeremie Simmons für die BSW Sixers den höchsten Vorsprung an diesem Abend her. Mit hohem Offensiv-Tempo beschäftigten die Gastgeber Herten in der Defensive, zwangen sie zu viel Bewegung und fanden ihre freien Würfe. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und unser Verhältnis von Asssists zu Turnover (zehn Assists bei nur fünf Ballverlusten, Anmerk. d. Red) ist gegen einen so guten Gegner schon aussagekräftig“, sah Trainer Tino Stumpf das Spiel seiner Mannschaft in den ersten zwanzig Minuten.

Mit dem 42:36 ging es dann in den zweiten Teil des Spiels und man hatte das Gefühl, dass das hohe Tempo und die Intensität der Sixers-Defense den Gästen langsam den Zahn zog. Aufgerieben von der Verteidigung hatte Hertens Top-Scorer erst zwei Punkte an der Freiwurflinie erzielen können, keiner seiner Feld-Würfe fand in der ersten Hälfte das Ziel. Doch das Spiel kippte im dritten Viertel und die Gäste konnten nach vier Minuten erstmals ausgleichen. Small Forward Tim Schönborn erzielte mit einem Dreier das 47:47, ließ diesem noch zwei weitere folgen, so dass das dritte Viertel mit 56:60 endete. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet waren mittlerweile im Spiel und nun zeigten sie ihr offensives Potential. „Im dritten Viertel haben wir  uns selber schwer getan und Punkte liegen lassen. Aber unsere Defense war heute extrem wichtig. Denn eigentlich hätte Herten nach so einem dritten Viertel höher führen müssen“, sah Sixers-Coach Stumpf das dritte Viertel.  

Nach der starken Phase der Sixers in der ersten Hälfte und Hertens Antwort im dritten Abschnitt blieb also die Frage, ob das Spiel auch im letzten Viertel so spannend sein würde. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Nachdem die Gäste den besseren Start erwischten und die ersten  Minuten diktierten, bauten die Sandersdorfer Basketballer dank der Ruhe von Jeremie Simmons und Forward Ralph Schirmer mit guten Würfen den Vorsprung wieder ab. Nach einem 10:2-Lauf stand es nach zwischenzeitlichem Acht-Punkte-Vorsprung Hertens plötzlich nur noch 70:72 und alle in der Sandersdorfer Ballsporthalle merkten, dass an diesem Abend mehr drin ist. Vor allem Jeremie Simmons, der in dieser Phase des Spiels heiß lief, war nicht zu stoppen und brachte seine Würfe im Korb der Gäste unter – mit oder ohne Verteidiger spielte dabei keine Rolle. Zudem spielte das ganze Team wieder den Basketball, der sie in den ersten zwanzig Minuten stark machte. Sascha Ahnsehls Dreier zum 73:74 brachte die Sandersdorfer unter dem Jubel der Zuschauer im Spiel einmal mehr zwei Minuten vor Ende wieder in Schlagweite. Als er direkt im Anschluss nach einem Ballgewinn die Basketballgemeinschaft in Führung brachte, stand die Halle Kopf. Was dann folgte, war pure Dramatik. Erst musste der eben noch erfolgreiche Kapitän der Sixers auf der Bank Platz nehmen, nachdem er unglücklich bei einem Reboundversuch  mit seinem linken Fuß aufkam. Das gleiche Schicksal ereilte Simmons, der beim Versuch einen langen Pass beim Fast Break zu fangen, umknickte und neben Ahnsehl seinen Platz an der Seitenlinie fand. 47 Sekunden vor Abpfiff hatte Hertens Schönborn mit einem verrückten Wurf aus der Drehung im Fallen auf 75:78 erhöht. Der eingewechselte Tom Lipke verkürzte 31 Sekunden vor Ende auf 77:78 und beim folgenden Einwurf hatte Guard Matze Haut seine Hände am Ball, den die Sixers aber leichtfertig wieder hergaben. Ein Timeout der Hertener gab auch Tino Stumpf die Chance, sein Team auf die letzten Sekunden einzustellen. Und tatsächlich konnten die Gastgeber Herten dank kraftvoller Defensive den Ball 8,2 Sekunden vor Abpfiff abnehmen. Unter den Augen der beiden verletzten Simmons und Ahnsehl und der stehenden Halle, zog Guard Japhet McNeil zum Korb und wurde 2,8 Sekunden vor Spielende gefoult.  Erneut nahm Hertens Trainer Dirk Altenbeck eine Auszeit. Der folgende Einwurf in der Hälfte der Hertener fand BSW-Forward Tom Lipke, der mit zwei schnellen Schritten zum Korb zog, die Übersicht behielt und unter dem Korb den herein ziehenden Frieder Diestelhorst fand, der unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer Sekundenbruchteile vor Abpfiff den Ball im Korb der Hertener Löwen unterbrachte.

„Das vierte Viertel war die entscheidende Phase für uns. Das Team hat im richtigen Moment die nötige Mentalität gezeigt und einen Weg gefunden, auch ein attackierender und aktiver Gegner zu sein“, resümierte Sandersdorfs Stumpf nach Abpfiff. „Dass das Team dann auch noch verkraftet hat, dass seine besten Offensivkräfte verletzt waren und dennoch durchgezogen hat, war bemerkenswert“, so der 37jährige weiter. „Auch wenn letzte Woche nicht alles schlecht war, war heute auch nicht alles gut. Aber da einzugreifen ist ja die Aufgabe des Trainers“, fügt er lächelnd hinzu. „Hoffentlich gibt uns das Spiel Auftrieb, so dass wir jetzt ein gutes Saison-Finale spielen können.“

BSW Sixers:
Winterstein (n.e.), Lipke (6 Pts), McNeil (3 Pts, 5 Assists), Simmons (23 Pts), Diestelhorst (9 Pts), Haut (3 Pts, 6 Assists), Schirmer (13 Pts), Ahnsehl (12 Pts, 4 Reb), Gerwig (8 Pts, 12 Reb), Ramm (2 Pts)


Autor: Tino Gerbert





 
 
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